Ein Familienbetrieb seit 1932

Le Roptai ist der am längsten bestehenden Camping in Belgien. In 1927 eröffnete Jacobus Bernardus Boevé (geboren in 1901) „Camp des Chalaines“ in Forrières, etwa 15km von Ave-et-Auffe entfernt. Dieses Grundstück wurde 1932 wieder geschlossen, weil der Besitzer das Grundstück nicht verkaufen wollte. Mit seiner Frau und seinem Sohn, damals sechs Jahre alt, begann er mit dem Kauf einer grünen Ebene mit einer Fläche von ungefähr 5ha. Es lag auf einer Südseite eines Hügels. Die Spitze dieses Hügels wurde damals schon von Wald bedeckt. Jacobus Bernardus Boevé war ein richtiger Pionier.

 
CampingautoSeit 1932 besass er zusammen mit seiner Frau A. Breuer neben dem Camping auch eine Jugendherberge, etwa 1km entfernt von Ave entfernt. Diese wurde aber im Beginn des 2. Weltkrieges geschlossen, da keine Sicherheit des Ablaufs des 2. Weltkrieges bestand. Dadurch wurden in 1943 viele Häuser verkauft. Nach dem Krieg wurde die Herberge umplatziert auf den heutigen Campingplatz „Le Roptai“. Nach den Kriegsjahren wurde der Camping von den ANWB zertifiziert.

 Es musste alles wieder neu aufgebaut werden. Elektrizität (kam erst nach dem Krieg – bis dahin wurde nur wenig Licht mit Öllampen gemacht. Der Strom kam von einem Benzingenerator). Das Wasser wurde mit einer Handpumpe aus dem Boden gepumpt. Vor dem Krieg wurden schon Gebäude aus Holz gezimmert: die Kantine, ein paar Ferienhäuser und kurz nach dem Krieg ein  Wohnhaus. Der Abfall wurde von einem Bauer aus dem Dorf mit Pferd und Wagen abgeholt.
Am 30. August 1953 verlor Jacobus Boevé mit 52 Jahren sein Leben: bei dem täglichen Füllen vom Generator lief etwas sehr fest schief, die Folge war eine grosse Explosion wobei er sich schwere Brandverletzungen zugezogen hat. Drei Tage später erlitt er seinen Wunden.

Sein Sohn, Gerrit Jan, ist jetzt 27 Jahre alt und ein landwirtschaftlicher Ingenieur. Kurz davor kam er zurück aus dem belgischen Kongo, wo er die Leitung über große Baumwollplantagen hatte, zusammen mit seiner holländischen Frau Emmy und drei Kinder (geboren in 1949, 1950 und 1951).
Im Winter 1953 und 1954, einer der kältesten Winter je, baute er mit eigenen HändeBriefn ein neues, großes Wohnhaus und fuhr mit dem Aufbau des Campings fort.
In 1955, 1959, 1961 und 1968 kamen noch vier Kinder dazu. Es wurden Toilettengebäude und Ferienhäuschen durch Gerrit Jan dazu gebaut. Anfang der 70-er Jahre wurde das Schwimmbad aufgebaut, welches eine enorme Anziehung zu sein schien. In 1970-1975 wurde das Grundstück sehr fest ausgebaut und es wurden feste Stehplätze errichtet. Es wurden Bodenflächen dazugekauft und/ oder gemietet. Die Endfläche betrug 10ha  mit dem Schwimmbad.
Le Roptai wurde zu dieser Zeit in einem Reiseführer zu einem der vier besten belgischen Camping gewählt.

Seit 1991 hat die dritte Generation das Ruder in die Hand genommen. Mit vielen Menschen wurde intensiv an der Verbesserung und AnsichtErneuung des Campings gearbeitet, aber doch auf eine Art und Weise um die Atmosphäre der vergangenen Zeit beizubehalten.
Unterdessen arbeiten acht Festangestellte auf dem Camping und mit der Zeit ist „Le Roptai“ nicht mehr aus der Campingwelt wegzudenken. Auch hat Frederika Boevé, die heutige Besitzerin einige administrative Funktionen bei Walcamp, der Verband von Capingplatzbesitzern in Wallonien. Auch ist sie im Vorstand des CGT (Commissariat Général au Tourisme) und der FDPN (Fédération du Tourisme de la Province de Namur).
Das war im Zeitraffer die Geschichte von einem wunderschönen Familienbetrieb. Alles zu erzählen würde ein ganzes Buch füllen aber wir wollen Sie auch auf eine andere Weise unsere Umgebung geniessen lassen. Wenn Sie über den Campingplatz laufen, mit der Geschichte im Hinterkopf, dann kriegt manchmal jedes Sträuchlein, Häuschen oder Feldchen eine andere Dimension!